BMA-Finder

Projekt BMA – Finder

Kurzbeschreibung

Im Falle eines Brandmeldealarms gilt es für die Einsatzkräfte der Feuerwehren möglichst rasch jenen Raum, in dem ein vermeintlicher Brand von einem Brandmelder detektiert wird, aufzufinden. Dies gestaltet sich meist schwierig und zeitintensiv, da Gebäude mit Brandmeldeanlagen weiträumig und den Einsatzkräften oftmals auch nicht wirklich vertraut sind. Aktuell kann sich ein Großteil der Feuerwehren nur mit Hilfe von Brandschutzplänen inklusiver ausgedruckter Lage- und Detailpläne im Gebäude zurechtfinden, die jedoch teilweise sehr unübersichtlich sind und ein gutes Verständnis betreffend Lesen von Brandschutzplänen voraussetzt.

Mit Hilfe eines im Projekt 2 für Webwissenschaften erstellten Konzepts einer Brandmelder-Navigations-App soll das Auffinden der ausgelösten Brandmelder wesentlich erleichtert werden. Mittels einer speziellen Verwaltungssoftware sollen Feuerwehren darüberhinaus selbst in der Lage sein, ihre bestehenden Brandschutzpläne für die Navigations-App entsprechend aufzubereiten.

Das variantenreiche Spektrum der Feuerwehreinsätze reicht von technischen Einsätzen wie z.B. Verkehrsunfällen, Tierrettungen oder Liftöffnungen bis hin zu Brandeinsätze. Ein Spezialfall in der Kategorie Brandeinsätze stellen die Brandmeldealarme dar: Bestimmte Objekte (große Firmen, Krankenhäuser, etc.) müssen eine Brandmeldeanlage verbauen bzw. betreiben, welche der Brandfrüherkennung dient. Bei Ausbruch eines Brandes detektieren über das ganze Objekt verteilte Rauch- bzw. Spezialmelder einen Brand relativ rasch nach seinem Entstehen. Durch eine automatische Weiterleitung des erkannten Brandes an die Feuerwehr ist ein rasches Eingreifen möglich um Menschen zu retten bzw. Sachschäden zu verhindern / zu minimieren.

Über 1000 Objekte alleine in Oberösterreich sind mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet, wobei die Größe, das Gefahrenpotenzial des Objektes bzw. die Komplexität der Objekte bezüglich deren Maßnahmen zur automatischen Brandbekämpfung- bzw. Brandfrüherkennung stark variieren.

Große Firmen und andere Objekte besitzen meistens eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen zur Brandfrüherkennung bzw. automatischen Brandbekämpfung (z.B. Sprinkleranlage) sowie auch meistens ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Die Komplexität bei der Abwicklung einer Brandbekämpfung bzw. des Brandmeldealarms generell steigt drastisch mit der Größe des Objektes. Die Abwicklung eines solchen Einsatzes kann ganz grob in zwei Teilbereiche untergliedert werden:

  • Das Lokalisieren bzw. Auffinden des ausgelösten Melders (jene Einrichtung, welche einen möglichen Brand detektiert hat) im Gebäude anhand von Plänen und anschließendes Evaluieren der schnellsten Route zwischen dem Feuerwehrbedienfeld (jene Anzeige, welche der Feuerwehr zur Verfügung steht, um die Nummer des ausgelösten Melders bzw. der ausgelösten Melder abzulesen) und dem ausgelösten Melders bzw. mehrerer ausgelösten Melder.
  • Im Realbrandfall muss der Einsatzleiter in kurzer Zeit auf Basis der Pläne bzw. seiner Erfahrung mit / in diesem Objekt eine geeignete Taktik zum Bekämpfung des Brandes “entwerfen”.

Je größer der Plan bzw. das Objekt ist, desto zeitintensiver sind beide oben beschriebene Aufgaben. Diese Zeit kann jedoch entscheidend sein, wenn es um das Verhindern einer Ausbreitung des Brandes bzw. dem Retten von Menschenleben geht. In Drucksituationen steigt auch die Gefahr Informationen nicht wahrzunehmen bzw. falsche Entscheidungen zu treffen.

Dieses Projekt befasst sich mit der Erstellung einer App zur Einsatzunterstützung bei Brandmeldealarme mit einem Fokus auf die beiden oben beschriebenen Aufgaben bzw. Probleme. Im Einsatzfall sollen die notwendigen Informationen zur Einsatzabwicklung

  • zur richtigen Zeit
  • in geeigneter Qualität
  • und Quantität
  • bei den entsprechenden Einsatzeinheiten

bereitgestellt werden.

Aufgabe der zu entwickelnden Software ist es daher:

  • Finden des schnellsten Wegs vom FBF zum ausgelösten Melder per Knopfdruck
  • Filtern bzw. Vorabverarbeiten relevanter Informationen im Realbrandfall
    • Gefahren (Explosionsgefahr, Radioaktive Stoffe, …)
    • Flucht- und Rettungswege
    • Wasserentnahmestellen
    • Aufstellflächen

Die Software soll folgendermaßen aussehen:

 

Projektteam:

Hannes Huber (Web & Recht)

Christoph Zimprich (Web Engineering)

Georg Pilsner (Web Business & Economy)

Lehrveranstaltung

Webwissenschaftliches Projekt 2: Webwissenschaftliche Projektkonzeption

Projektlaufzeit

Projektstart: März 2018

Projektende: ….

Status:

Konzeptphase abgeschlossen