E-Government, E-Business und E-Marketing

Projekt Im Rahmen Der Lehrveranstaltung E-Government Bei A.Univ.-Prof.Dr.Dr. Johann Höller | SS 2015

Bei der Beschreibung von E-Government in Österreich und meinem Vergleich vieler E- Government-Rankings habe ich festgestellt, dass Österreich zu den Ländern mit dem modernsten Angebot im Bereich E-Government gehört. Jedoch zeigt es sich auch, dass die Nutzung von Onlinediensten von Privaten immer noch unter dem EU-Durchschnitt ist (AT=40%; EU=46% e- Gov. Nutzung; EU eGovernment Report 2014 – Country Factsheets E-Government: AT; https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/news/scoreboard-2014-country-factsheets-e-government ). Auch bei der Nutzung des Internet steht Österreich überraschend generell unter dem europäischen Durchschnitt. Überraschend, weil die selbe Forschung auch zeigt, dass die Fähigkeiten der Österreicher, digitale Dienste zu nutzen, hochentwickelt sind und die Internet-Partizipation in Österreich mit jedem Jahr steigt (Digitale Wirtschaft und Gesellschaftsindex für Jahr 2015; https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/scoreboard/austria). Man könnte diskutieren, ob das Problem aufgrund des geringeren Vertrauens in die Sicherheit des Internet besteht oder es kulturelle Hintergründe dafür gibt (Bsp. bevorzugt persönliche oder telefonische Erledigung vieler wichtiger Verwaltungssachen). Im Abschlusskommentar meines E-Government Vergleichs frage ich deswegen auch, ob hier eine Kampagne für die Nutzung von Onlineverwaltungsdiensten sinnvoll wäre. Im weiteren Punkt E-Business und E-Marketing für E-Government versuche ich die Wichtigkeit dieser Bereiche im Zusammenhang mit E-Government zu begründen.

E-Business und E-Marketing für E-Government

Südkorea steht in neuen Berichten nicht nur an der Spitze des E-Government-Rankings, es steht auch sehr hoch in der Internet-Partizipationsindex (http://unpan3.un.org/egovkb/Reports/UN-E- Government-Survey-2014).

Das Land hat sich vorher aber einen vierjährigen Plan (2008-11) aufgenommen, um die Nutzung von Regierungsplattformen zu erhöhen. Eines der wichtigsten Elemente des Plans war das Marketing und die Förderung von E-Government-Diensten.

Wichtige Punkte für Korea:

  • Bewerbung von E-Government-Dienstleistungen in der Öffentlichkeit
  • Schaffung eines Rechtsrahmens für die Promotion; Erstellung einer E-Government Marke; Werbung durch die Zusammenarbeit mit privaten Internetplattformen
  • Anpassung an die Bedürfnisse des Nutzers, Schaffung eines Qualitätsmanagement-Systems, um Benutzerzufriedenheit zu messen und engagieren von professionellen Agenturen verantwortlichen für das Qualitätsmanagement

[OECD e-Government Studies: Rethinking e-Government Services, User-Centred Approaches; Seite 90; https://books.google.at/]

An diesem Beispiel kann man sehen, wie hilfreich und erfolgreich Marketing für E-Government- Dienstleistungen sein kann.

Design, SEO und Promotionsstrategien für E-Government

„Asien-Pazifik-Online-Kommunikation FutureGov“ wählte aus internationalen Regierungsplattformen die acht best gestaltete E-Government-Website und macht darauf aufmerksam, wie wichtig das Design (nicht nur grafische Gestaltung sonder auch technisches Website-Design für Verwendbarkeit/Usability, CSM Design, SEO usw.) für E-Government- Plattformen ist.

Ultimately, these websites are the best in the world because they are designed to be practical, simple, quick and adaptable

writes Joshua Chambers, editor of FirstGov Digital. (http://www.digitalgov.gov/2014/12/31/the-best-e-gov-websites-in-the-world/ ).

Eine von vielen Kategorien des E-Government-Rankings ist neben der wichtigen Verwendbarkeit auch die Zugänglichkeit. Diese kann auch durch Search Engine Optimization verbessert werden.

The other type of promotion channel is the internet, including blogs, BBS, micro blogs, SNS, encyclopedia of search engines, (…). SEO is a frequently adopted strategy that improves the ranking of a target website in the retrieval results of a search engine by utilizing its technical rules.

[„Proceedings of the 13th European Conference on eGovernment“; Department of Theoretical and Applied Sciences University of Insubria Como, Italy; 13-14 June 2013; Seite 558; https://books.google.at/]

Abschlusskommentar

E-Government Strategien benötigen Entwicklung eines Marketing- und Kommunikationsplans sowie eines Business- und Finanzierungsplans, um die Nutzung von Regierungsplattformen zu erhöhen und deren Zugänglichkeit und Verwendbarkeit zu verbessern.

Ein Marketing- und Kommunikationsplan sollte alle Kunden über staatliche Dienstleistungen informieren. Dieser Teil der Strategie sollte auch die Politikempfehlungen in Bezug auf Werbung und kommerzielle Nutzung der offiziellen E-Government-Plattformen enthalten. Ein Business- und Finanzierungsplan wäre gut, um rechtliche Unklarheiten bei den Finanzierungspraktiken der Regierung zu vermeiden.

[„Developing a Successful E-Government Strategy” Liza M. Lowery, Executive Director Department of Telecommunications & Information Services City/County of San Francisco, CA ; Seite 4]

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