Tag Archives: Forschung

Allgemein

Forschung sichtbar machen

Möchtest du deine Forschung auch im ScienceRoom sichtbar machen?

Hier findest du nützliche Tipps und Tricks für die erfolgreiche Umsetzung im Sinne des digitalen Storytellings.

Interviews

 

 

 

Um die Inhalte der Forschungsarbeit kompakt zusammenzufassen, empfehlen sich Interviews. Entweder ihr wollt selber einen Forscher interviewen oder seid auf der Suche nach jemandem, der euch interviewt – was dabei zu beachten ist, findet ihr in der Aufzählung:

• Der Interviewte braucht eine kompakte Erklärung über den S(ci)ence Room und einen Interviewleitfaden
Interviewleitfaden vorab an Interviewpartner schicke
• Sich vorab über das Forschungsthema/Interviewthema erkundigen (ermöglicht ein lockeres und informatives Gespräch
• Gerüst für Aufbereitung des Forschungsthemas vorab skizzieren, erleichtert das Stellen von richtigen Zwischenfragen
• Die Aufbereitung des Forschungsthemas nach dem Interview gleich besprechen
• Bilder nach dem Interview machen, währenddessen nur Film laufen lassen (Ablenkung!)

 

[aesop_image imgwidth=“45%“ img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/03/DSC00033interview-web.jpg“ credit=“Foto: Natalia Zmajkovicova“ align=“right“ lightbox=“on“ captionposition=“left“ revealfx=“off“]

Raumsuche

Wenn euch kein geeigneter Raum für Interviews zur Verfügung steht oder ihr euch unsicher seid, ob ihr einen passenden Raum habt, können folgende Tipps hilfreich für euch sein:

• Räume an JKU zu mieten kann sehr teuer sein
• Der Raum sollte hell sein (Lichtverhältnisse)
• Wenn der Raum ein Büro ist: darauf achten, welche Unterlagen zu sehen sind. Stichwort Geheimhaltung! Schreibtisch darf aber ruhig auch unaufgeräumt sein – wirkt authentisch
• Keine externen Personen sollten sich im Raum aufhalten
• Achtung, dass das Telefon nicht läutet, ein Drucker startet, …
• Vor Besuchern schützen: Zettel mit Info über die Aufnahme an Türe kleben

 

Technik

Neben dem inhaltlichen und dem Umfeld gibt es aber auch bei der technischen Seite der Aufnahme einiges zu beachten:

• Video und Ton separat aufnehmen
• Bild der Kamera im Idealfall vorab testen
• Für Tonaufnahme: Smartphone mit genügend Speicherplatz, Mikrofon mit Kabel, Stativ für Smartphone (Tonaufnahme kurz testen)
• Zusätzliches Licht für dunklere Räume

Haftung

Es ist sehr wichtig, dass nur Inhalte im ScienceRoom zu finden sind, deren Genehmigung man auch besitzt. Damit hier nichts schief geht, bitte folgende Punkte beachten:

• Verwendung der Forschungsinhalte abklären
• Alle zusätzlichen Inhalte die zur „Anreicherung“ des Themas verwendet werden müssen auch in Bezug auf Urheberrechte abgeklärt werden
• Wenn Ausstellungsobjekte geplant werden: Aufstellung der Objekte abklären (Bsp.: Bei Aufstellung am Uni Campus mit Uni-Leitung abklären)

 

Projektfolder und Projektbericht

Wenn ihr euch noch näher informieren wollt, findet ihr hier den Projektfolder und den finalen Projektbericht mit allen wichtigen Informationen zum Download.

Folder_ScienceRoom

Projektbericht_ScienceRoom


Fotocredit: (c) Natalia Zmajkovicova

Mechatronik

Mit Algorithmen richtig platziert

Wie reduziert man Schwingungen auf Platten?

„Mädchen in die Technik!“, „Mehr Begeisterung für technische Studien wecken!“ So und so ähnlich schallt es aus dem Radio, dem Fernsehen und von Werbeplakaten für Berufs- sowie Studienmessen. Die Bereiche Technik und technische Studien haben seit jeher den Ruf kompliziert und sehr schwierig zu sein. Nur überdurchschnittlich schlaue Schülerinnen und Schüler trauen sich so einen Berufsweg später einmal zu. Dementsprechend niedrig sind auch die Studienabschlusszahlen in diesen Bereichen. Dabei sind es gerade diese Sparten und Branchen die händeringend nach qualifizierten Angestellten suchen.

Ein Weg, Forschung spannender und auch bereits für junge Menschen zugänglicher zu machen, ist die Lange Nacht der Forschung. Hier hat auch die Johannes Kepler Universität immer wieder ein Rahmenprogramm vorbereitet und lockt zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

[su_note note_color=“#fbfbfb“ radius=“0″ size=“500px“ style=“right-floating“ ]Mehr Lesen: Großer Andrang bei Mechatronik-Stationen der Langen Nacht der Forschung[/su_note]

[aesop_character img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/profil-meindlhumer-web.jpg“ name=“DI Martin Meindlhumer“ caption=“Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Technische Mechanik, Johannes Kepler Universität, Linz “ align=“right“ width=“250px“ force_circle=“off“]

Auch das Institut für Technische Mechanik hatte dort beispielsweise 2014 eine Station. DI Martin Meindlhumer schrieb an diesem Institut 2015 seine Diplomarbeit zu dem Thema „Optimal Platzierung von Momentaktorik auf Platten“. Auf den ersten Blick stolpern wahrscheinlich auch Sie über das vierte Wort in dem Titel der Arbeit und hätten dadurch wahrscheinlich jeden Text mit diesem Einstieg nicht mehr weitergelesen.

Schade darum – denn hinter technischen Überschriften stecken oft hochinteressante Informationen für jedermann. Es geht nicht darum jedes einzelne Wort und alle Hintergründe zu verstehen, sondern um einen Einblick in eine neue Themenwelt zu erhalten.

 

 

 

Lea ist 10 und zum ersten Mal mit ihren Eltern bei der langen Nacht der Forschung. Sie ist bei den technischen Stationen im Science Park der JKU unterwegs und auf die Frage was ihr am meisten gefällt, meint Lea so: „Das Gebäude und die spannenden Stationen. Die schiefen Wände außen sind toll, die hätte ich auch gerne bei uns zu Hause und so viel Glas, das ist schön. Die Stationen sind toll, ich wusste gar nicht das Technik so interessant ist. Ich dachte Technik ist Mathe und Mathe ist ja eher nur für Jungs spannend“.

Genauso wie Lea brauchen alle Menschen einen interessanten Zugang zu der Thematik und keine abschreckenden Headlines oder eingetrichterte Vorurteile.

Bei der oben erwähnten Arbeit von DI Martin Meindlumer geht es beispielsweise darum, dass dieser einen Algorithmus berechnet hat, um diese Momentaktoren auf einer Platte optimal zu platzieren und Verschiebungen bestmöglich zu kompensieren. Dafür ist es zweitrangig was Momentaktoren genau sind. Die Essenz der Information ist, dass die optimale Platzierung berechnet werden kann und diese Erkenntnis für weitere Arbeiten hilfreich ist.

[aesop_gallery id=“587″ revealfx=“off“]

Sie finden das Thema spannend und möchten mehr erfahren? Das ist natürlich möglich wir freuen uns, Ihren technischen Wissensdurst geweckt zu haben. Klicken Sie dazu einfach auf die Linksammlung.


Mehr über die Forschungsarbeit des Fachbereichs Mechatronik an der JKU erfahren:

>> Mechatronik an der Johannes Kepler Universität

>> Institut für Technische Mechanik: Forschungsgebiete

>> Forschungsprojekt: Sensor Systems for Structural and Health Monitoring

Die Linz Center of Mechatronics GmbH wurde 2001 gegründet und hat sich zum größten Mechatronik-Kompetenzzentrum Österreichs entwickelt. Die über 100 wissenschaftlichen und industriellen Unternehmenspartner profitieren von der engen Zusammenarbeit mit der JKU Linz, speziell auch mit deren Mechatronik-Instituten, und somit von der zielgerichteten Umsetzung der aktuellsten Erkenntnisse universitärer Grundlagenforschung in industriellen Anwendungen.

>> Anwendungsbereich PIEZOBOX: Breitbandige Schwingungskompensation von flächigen Strukturen mit piezoelektrischen Sensoren und Aktoren

> > Portfolio des Linzer Center of Mechatronics GmbH (LCM)

>> Publikationen des LCM


Fotocredit: (c) Natalia Zmajkovicova

Biophysik, Medizin

Antikörper – und sie bewegen sich doch

Was passiert in deinem Körper, wenn du krank bist?

Wenn im Winter die Erkältungswelle über das Land rollt, werden neben dampfenden Teetassen, auch Tabletten in unterschiedlicher Form geschluckt, getrunken oder inhaliert. Überrollt der Magen-Darm-Virus wieder das Land, greifen alle Betroffenen zu persönlichen Wundermitteln und altbewährten Hausmittelchen. Und auch wenn das Schicksal besonders gemein zuschlägt und eine schlimme Krankheit über eine Person hereinbricht, gibt es Medikamente und Behandlungen, die versuchen dieser die Stirn zu bieten.

 

 

Das Prozedere dahinter ist den Menschen, welche die Medizin nehmen, mehr oder weniger klar, dass es ihnen danach im Idealfall besser geht ebenso – auch das Wort Antikörper hat der Eine oder Andere schon einmal gehört – aber was genau da in unserem Körper passiert ist wohl den Wenigsten bewusst.

Oder haben Sie schon einmal näher darüber nachgedacht, was da genau in ihrem Körper passiert, wenn Sie krank sind oder auch wieder gesund werden?

Unser Körper und dessen Gesundheit ist unser größtes Gut. Daher sollte bereits jedes Kind wissen, wie der eigene Körper funktioniert und welche Prozesse bei Krankheit sowie Behandlung dieser losgetreten werden.

Das haben sich auch Fernsehproduzenten bereits vor vielen Jahren gedacht und die Animationsserie „Es war einmal das Leben“ kreiert. Im Rahmen dieser Sendung werden alle möglichen Themengebiete rund um den eigenen Körper und die inneren Abläufe auf spielerische und verständliche Art und Weise dargestellt. Sie kennen die Serie nicht? Dann klicken Sie doch auf das nachfolgende Video, Sie werden es nicht bereuen.

[aesop_character img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/profil-hinterdorfer-web.jpg“ name=“Univ.Prof. Dr. Peter Hinterdorfer“ caption=“Institut für Biophysik, Abteilung für Angewandte Experimentelle Biophysik, Johnannes Kepler Universität, Linz“ align=“right“ width=“200px“ force_circle=“off“]

Komplexe Themen schrecken Menschen oft ab, sich damit zu beschäftigen. Doch die lebensnahe, lustige sowie anschauliche Darstellung des Themas ist eine perfekte Art, diese Thematik den Menschen aller Art verständlich zu vermitteln.

Doch wie sehen diese Antikörper in der Wirklichkeit aus? Damit beschäftigen sich Prof. Dr. Hinterdorfer und sein Team in deren Arbeiten (siehe Linksammlung unten).

Lange ging man davon aus, dass Antikörper fix auf Viren und Bakterien sitzen. Doch nun konnten Forscher feststellen, dass sich diese auf deren Oberfläche bewegen, und zwar in einer Zufallsbewegung, welche als „Random Walk“ bezeichnet wird.

 

 

 

 

[aesop_video width=“50%“ align=“right“ src=“youtube“ id=“-PWGPW3szCQ“ caption=“Das Video zeigt eine mikroskopische Aufnahme des ‚Random Walk‘. (Courtesy of Dr. Johannes Preiner: IgGs are made for walking on bacterial and viral surfaces, Nature Communications, Juli 2014)“ disable_for_mobile=“off“ loop=“on“ autoplay=“on“ controls=“on“ viewstart=“on“ viewend=“on“ revealfx=“fromright“]

Dies war den Forschern möglich durch ein spezielles Mikroskop, welches diese Bewegungen erkennen konnte. Diese Ergebnisse können erhebliche Auswirkungen auf die Diagnose und Behandlung von diversen Erkrankungen, wie z. B. Krebs, Autoimmun- und Infektionserkrankungen, haben. Der Fortschritt in der Medizin ist immer wieder ein großer Erfolg und im Interesse aller Menschen.


Leseliste:

>> Antikörper spazieren auf der Oberfläche von Viren (Nachrichten.at, Oktober 2014)

>> IgGs are made for walking on bacterial and viral surfaces (pdf, 1,5 MB, Nature Communications, Juli 2014)

>> Nanomechanical recognition measurements of individual DNA molecules reveal epigenetic methylation patterns (pdf, 340 KB, Nature Nanotechnology, 2010)

>> Detection and localization of individual antibody–antigen recognition events by atomic force microscopy (pdf, 260 KB, April 1996)


Fotocredit: CCO

Kultur und Gesellschaft

Das Netz lässt dich nicht sterben

Tot und doch lebendig?

Und plötzlich ist es still… Wo einmal ein geliebter Mensch war ist plötzlich ein leerer Platz am Tisch, eine unbenützte Bettseite, eine trockene Zahnbürste am Waschbeckenrand, ein stilles Ende der Telefonleitung und noch so viel mehr. Wenn ein Mensch von uns geht hinterlässt er eine Lücke, einen Graben, den man glaubt nie mehr schließen zu können.

[aesop_character img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/Macho_Portrait-small-web.png“ name=“Univ. Prof. Dr. Thomas Macho“ caption=“Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz“ align=“right“ width=“250px“ force_circle=“off“]

Mit diesem Thema befasst sich Dr. Thomas Macho schon seit vielen, vielen Jahren. „Todesmetaphern. Zur Logik der Grenzerfahrung“ (1987), „Vom Skandal der Abwesenheit. Überlegungen zur Raumordnung des Todes“ (1994) und „Die neue Sichtbarkeit des Todes“ (2007),  sind nur einige von seinen Arbeiten rund um Trauerbewältigung. Neben Erinnerungsstücken bleiben Gedanken an die gemeinsame Zeit.

>> PDF downloaden: Thomas Macho. Jedermanns Tod. Kunst als Trauerarbeit, 17 Seiten

[aesop_quote type=“block“ background=“#282828″ text=“#ffffff“ height=“120px“ align=“center“ size=“2″ img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/Trauer_DSC02895.jpg“ rel=“share“ quote=“Der Tote spricht nicht, und seine Miene bleibt verschlossen. Er bewegt keinen Muskel, zuckt nicht mit den Wimpern, […]. Der Tote ist unzweifelhaft ein Mensch; aber er verhält sich ganz und gar nicht wie ein Mensch. Er ist menschlich und unmenschlich zugleich, äußerst vertraut und äußerst fremd, ein menschlicher Organismus und doch ein Ding. “ cite=“Dr. Thomas Macho, 1952″ parallax=“off“ direction=“right“ revealfx=“inplaceslow“]

 

[aesop_content color=“#000000″ background=“#ffffff“ width=“80%“ columns=“2″ position=“none“ imgrepeat=“no-repeat“ floaterposition=“left“ floaterdirection=“up“ revealfx=“off“]Anna ist 25, Verkaufsassistentin in einem großen Industrieunternehmen. In ihrer Mittagspause checkt sie gerne einmal ihr Facebook Profil um auf dem Laufenden zu bleiben. So auch an diesem Tag. Anna beißt gerade in ihr Jausenbrot während sie den Newsfeed aktualisiert. Plötzlich poppt die rote Erinnerungsblase auf Facebook auf und Anna bleibt der Bissen Schwarzbrot mit Gouda im Hals stecken – sie schluckt – doch ein Knoten bleibt: „Sarah H. hatte heute Geburtstag. Gratuliere ihr zu diesem schönen Tag“. Sarah ist Annas beste Freundin aus Kindheitstagen und seit einem halben Jahr tot. Sarah ist Opfer eines Verkehrsunfalles geworden.
Anna steigen Tränen in die Augen, sie hatte bewusst vermieden Sarahs Facebookprofil zu besuchen. Sie wusste, dass dieses noch aktiv ist. Viele von ihren gemeinsamen Freunden nutzen es als eine Art „Memorial wall“ und posten regelmäßig Bilder, Videos oder Sprüche. Anna findet das unpassend, daher hat sie diese Beiträge auch blockiert. Sie hat eine andere, eigene Art zu trauern, eine persönliche, mit der sich nur sie selbst auseinandersetzen will. Doch dieser kleine, einfache Text hat in Anna etwas ausgelöst – für zwei Sekunden war ihre Freundin wieder unter den Lebenden – sie war Teil ihres Alltags. Anna weiß nicht ob sie dieses Gefühl positiv oder negativ bewerten soll.

[/aesop_content]

 


Facebook, ein neuer Ort der Trauer und Erinnerung

Alle Bilder stammen aus öffentlichen Profilen.

[aesop_gallery id=“349″ rel=“share“ revealfx=“inplaceslow“]



So wie Anna geht es regelmäßig einer ganzen Menge an Menschen. Denn jährlich sterben 2,89 Millionen Menschen weltweit (2012, Q1). Menschen mit einem aktiven Facebookprofil. Haben Sie sich schon einmal damit auseinandergesetzt, was mit Ihren Profilen in sozialen Netzwerken passiert, wenn Sie nicht mehr sind? Nein? Dann sollten Sie das vielleicht einmal tun.

 

[aesop_document type=“image“ src=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/Digital-Demise-Infographic.jpg“ rel=“share“ caption=“Infografik anzeigen: What Happens to Your Online Presence When You Die? webpagefx.com“]

Es ist quasi ein Trend der um dieses Thema herum passiert. Immer mehr Webseiten und Informationen zu diesem Thema sprießen wie Pilze aus dem Boden. Auch Facebook hat bereits einen Leitfaden auf seiner Hilfe-Seite veröffentlicht, und erklärt wie man ein Profil vom Verstorbenen Verwandten oder Freunden in Gedenkzustand umwandeln kann.

 

[aesop_quote type=“block“ background=“#282828″ text=“#ffffff“ align=“right“ size=“2″ img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/Header_TodimNetz_w.jpg“ quote=“Konten im Gedenkzustand stellen für Personen auf Facebook eine Möglichkeit dar, um das Leben der geliebten Personen, die sie verloren haben, zu feiern und ihrer zu gedenken. “ cite=“Facebook.com“ parallax=“off“ direction=“left“ revealfx=“off“]

Hier kannst du dir persönliche Erfahrungsberichte anhören.

Geschichte 1: Anonym, 32 Jahre

Geschichte 2: Anonym, 22 Jahre

Fabian hat vor kurzem seine Schwester Sabine verloren. Sabine hatte eine schwere Krankheit und hat den Kampf dagegen vergangen Monat verloren. Bei all der Trauer und Leere die Fabian seit diesem Tag begleiten, muss er aber auch Sabines Nachlass regeln, denn er ist ihr nächster Angehöriger. Neben der Auflösung der Wohnung, der Organisation des Begräbnisses, muss Fabian auch den digitalen Nachlass seiner Schwester regeln. Sie haben sich schon oft darüber unterhalten, als Sabine noch gelebt hat. Es war ihr ein großes Anliegen, dass ihre Daten im Internet nicht einfach bestehen bleiben, sondern mit Bedacht bearbeiten, gelöscht oder angepasst werden.

 

[aesop_content color=“#000000″ background=“#ebeaec“ width=“75%“ height=“300″ columns=“1″ position=“right“ innerposition=“auto“ imgrepeat=“no-repeat“ imgsize=“400px“ floaterposition=“left“ floaterdirection=“up“ revealfx=“off“]

Menschen gehen, Daten bleiben. Was passiert eigentlich mit deinen Daten, wenn du tot bist? Finde hier heraus, was du über deinen digitalen Nachlass wissen musst. Damit du guten Gewissens sagen kannst: #machtsgut!

Mache den Test

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Die offiziellen Zugänge wie Online Banking und FinanzOnline hat Fabian bereits bearbeitet. Nun ist Sabines Facebookprofil an der Reihe. Fabian loggt sich ein, ein kalter Schauer fährt ihm über den Rücken als er die roten Zahlen sieht die bei Neuigkeiten und Nachrichten entgegenleuchten, er hat ein Spannen in der Brust als ihm die strahlenden Augen seiner Schwester auf deren Profilbild entgegenspringen und es zieht ihm seinen Hals zusammen als er das grüne Zeichen für „Online“ neben Sabines Namen liest. Er loggt sich wieder aus, er ist noch nicht so weit.

Wenn einem Social Media als Ort der Trauer nicht passend erscheint, dann hat man auch die Möglichkeit eigene Gedenkseite im Netz für den Verstorbenen einzurichten. Eine solche Möglichkeit bietet das Trauer- und Gedenkportal Viternity.org oder die österreichische Variante Seelenfunke.at. Auch Prof. Dr. Macho schreibt in seinem Essay Sterben heute darüber, dass sich die letzten Ruhestätten unseres Zeitalters immer mehr im Internet finden.

Interview-Ausschnitt mit Prof. Dr. Thomas Macho zum Thema Tod

 

Die Digitalisierung hat eine neue Art der Nachlassregelung notwendig gemacht. Aber nicht nur das – auch eine neue Art der Trauerbewältigung wird sich entwickeln müssen. Profile bei sozialen Netzwerken sind nicht selten ein Spiegel in das Innere ihrer Besitzer und sie bleiben – auch wenn der Mensch an sich nicht mehr weiterlebt – sie bestehen über den Tod hinaus. Angehörige müssen nun nicht nur persönliche Gegenstände und Habseligkeiten verwalten- sondern auch die digitale Persönlichkeit der verstorbenen Person.

Wie würde es dir damit gehen? Sage uns deine Meinung und mache bei dieser kurzen Umfrage mit.


Mehr Lesestoff zum Thema Tod im Netz:

>> Tote Facebook-Mitglieder Ein riesiger Internetfriedhof (2017, berliner-zeitung.de)
>> Digitales Leben nach dem Tod. Lasst Sie gehen! (2015, rp-online.de)

 


 

[aesop_quote type=“block“ background=“#282828″ text=“#ffffff“ height=“400px“ align=“right“ size=“2″ img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/IMG_20161205_144238sonnenblume-web.jpg“ quote=“Wenn jemand gestorben ist, den wir gut kannten, prüfe ich unser Gedächtnis. Es taugt nichts, stelle ich fest. Es ist nicht haltbar. Wir sind bald verloren. Wir nehmen den Berg wahr mit erstem Schnee und den Nebel im Feld und finden das passend und schön. Unsere Bedürfnisse sind einfach und stark, wir frieren, haben Hunger und Durst und einen nächsten Termin. Zwischen uns die kleinen langsamen Gespenster.“ cite=“Elisabeth Borchers“ parallax=“off“ direction=“left“ revealfx=“off“]

Fotocredits: Natalia Zmajkovicova
Q1: 2012, Sterben und Erben in der digitalen Welt: von der Tabuisierung zur Sensibilisierung: Crossing Borders: Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts. vdf Hochschulverlag AG

Psychologie

Cyberslacking – kurze Auszeit im Netz

Surfst du noch oder arbeitest du schon?

Surfen Sie während der Arbeit und haben Sie dabei Besuch von Ihrem schlechten Gewissen? Bei Thomas war das schlechte Gewissen immer ein Dauergast, wenn er im Büro kurze, private Ausflüge in die digitale Welt unternahm. Was sich daran geändert hat? Das verrät ein Blick in Thomas Tagebuch …

[aesop_timeline_stop num=“6:30″ title=“… schlechtes Gewissen am Morgen“]

 

6:30 Der Wecker vom Smartphone klingelt

6:45 Duschen, Frühstück und Nachrichten auf dem Tablet lesen

7:00 In der Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit, ich sollte schon längst bei meiner Ärztin anrufen, aber die hat heute wieder nur zwischen 8:00 und 15:00 Ordination. Das werde ich wohl wieder heimlich in der Arbeit machen müssen.

 

Thomas ist 34 und arbeitet als Ingenieur in einer Linzer Firma. Sein Arbeitstag beginnt um halb 8 und endet im Idealfall um 17:00, es kann aber auch 19:00 oder später werden. Öffnungszeiten oder Ordinationszeiten sind für Thomas ein heikles Thema. Meistens huscht er noch kurz vor Geschäftsschluss in den Supermarkt. Ärzte muss er grundsätzlich während der Arbeitszeit kontaktieren. Auch einen Flug hat er schon im Büro gebucht, da das Angebot nicht bis zum Abend gültig war. Thomas fühlt sich immer etwas schuldig, wenn er in der Arbeit private Dinge mit dem Smartphone oder am Firmen PC erledigt.

[aesop_character img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/Portrait_FabiolaGattringer_web.png“ name=“Mag.a Fabiola Gattringer“ caption=“Universitätsassistentin, Institut für Pädagogik und Psychologie, Johannes Kepler Universität Linz“ align=“right“ width=“220px“ force_circle=“off“]

Mag. Fabiola Gattringer forscht an der Johannes Kepler Universität in Linz zum Thema Cyberslacking. Cyberslacking bzw. Cyberloafing beschreibt die private Internetnutzung am Arbeitsplatz. In folgendem Interview spricht sie über die positiven Merkmale von der kurzen Auszeit im Netz.

 

 

[aesop_video width=“500px“ align=“center“ src=“youtube“ id=“VoRQL1WqMUA“ disable_for_mobile=“on“ loop=“on“ autoplay=“on“ controls=“on“ viewstart=“on“ viewend=“on“ revealfx=“off“]

 

[aesop_timeline_stop num=“8:30″ title=“… schlechtes Gewissen am Vormittag“]

 

8.30 Anruf bei der Ärztin, Termin für nächsten Freitag vereinbart.

8:32 Weiter geht’s mit dem Forschungsbericht, jetzt kann ich mich wenigstens wieder voll auf die Arbeit konzentrieren.

Thomas hätte schon vor zwei Wochen einen Arzttermin vereinbaren sollen. Es schwirrt ihm auch die ganze Zeit im Kopf herum, dass dieses To Do noch groß auf seiner Liste steht. Er muss auch während er im Büro sitzt dauernd daran denken. Aber er kann ja jetzt nicht einfach beim Arzt anrufen, wenn der Chef reinkommt, das Firmentelefon klingelt oder, oder, …

Heute hat er den Arzttermin aber endlich ausgemacht. 2 Minuten hat es nicht einmal gedauert. Danach hat er sehr produktiv an seinem Forschungsbericht gearbeitet. Seine Produktivität war viel höher als in den letzten Tagen, als ihm noch der Arzttermin im Kopf herumgeschwirrt ist.

Was ist eigentlich Cyberslacking?

[aesop_video width=“60%“ align=“center“ src=“youtube“ id=“tFAV1g49m4o“ caption=“Was ist Cyberslacking – Erklärvideo“ disable_for_mobile=“on“ loop=“on“ autoplay=“on“ controls=“on“ viewstart=“on“ viewend=“on“ revealfx=“off“]

 

 

 

[aesop_timeline_stop num=“12:00″ title=“… schlechtes Gewissen zu Mittag“]

 

12:00 Der Forschungsbericht ist fertig, einen halben Tag vor Abgabe. Damit habe ich wirklich nicht mehr gerechnet. Aber seit ich den Arzttermin ausgemacht habe, ist mein Kopf viel freier.

13:00 Mein Chef hat gerade angerufen, spontanes Meeting heute um 18:00. Ich brauche aber noch dringend Lebensmittel, weil ich ja Besuch bekomme. Zwischendurch in den Supermarkt düsen wird knapp. Dann probiere ich heute einmal den neuen Billa Onlineshop aus. Aber das muss ich ja auch wieder während der Arbeitszeit bestellen …

Thomas hat das spontane Meeting mit seinem Chef gleich bestätigt. Er ist sehr flexibel und weiß auch, dass das für seine berufliche Zukunft positiv gewertet wird. Aber er bekommt morgen Besuch von der Familie und hätte heute noch dringend einkaufen gehen sollen. Als Lösung seines Problems fällt ihm der Billa Onlineshop ein. Dort kann er sich die Lebensmittel bestellen und liefern lassen. Aber das muss er ja auch während der Arbeitszeit machen. Thomas fällt wieder ein, wie produktiver nach dem Telefonat bei seinem Arzt war und ruft die Seite des Onlineshops in seinem Browser auf.

[aesop_gallery id=“880″ revealfx=“off“]

 

[aesop_timeline_stop num=“15:00″ title=“… schlechtes Gewissen am Nachmittag“]

15:00 Der Browser des Onlineshops war gesperrt. Habe die Lebensmittel jetzt über mein Smartphone bestellt. Das schlechte Gewissen hat gleich wieder angeklopft. Wenn die Seite gesperrt ist, sollte ich das sicher nicht während der Arbeitszeit tun.

17:30 Die Vorbereitungen auf den spontanen Termin habe ich rasch erledigt. Freue mich sogar schon drauf. Die Bestätigung von dem Onlineshop ist auch gekommen. So kann ich nach der Arbeit entspannt auf der Sofa liegen und muss nicht noch Tankstellenshops abklappern – juhu!

Die gesperrte Website hat Thomas wieder etwas nachdenklich gemacht, ob er wirklich seine Lebensmittelbestellung während der Arbeitszeit erledigen sollte. Aber nachdem er sich danach viel freier auf das Meeting vorbereiten konnte, ist das schlechte Gewissen gleich wieder verflogen. Woran liegt das aber, dass bestimmte Internetseiten gesperrt sind?

 

[aesop_timeline_stop num=“21:00″ title=“… schlechtes Gewissen am Abend“]

21:00 Endlich zu Hause. Das Meeting war mehr als erfolgreich und meine Bestellung ist schon im Kühlschrank verstaut. Jetzt noch gemütlich auf dem Sofa liegen und morgen wieder motiviert in den Tag starten. Da steht auch einmal kein privates To Do auf der Liste. Oder hab ich etwas vergessen? Egal – heute war ein sehr produktiver Tag, trotz (oder gerade wegen?) privaten Onlineausflügen.

23:00 Gute Nacht!

Surft das schlechte Gewissen bei Ihnen jetzt immer noch mit? Oder finden Sie sich in Thomas Geschichte wieder?

 

[aesop_quote type=“block“ background=“#282828″ text=“#ffffff“ height=“150px“ align=“center“ size=“2″ img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/Auszeit.jpg“ quote=“Was ich mir erhoffe ist, dass den Mitarbeitern die Angst genommen wird. “ cite=“Mag. Fabiola Gattringer“ parallax=“off“ direction=“left“ revealfx=“inplace“]

 


Mehr Lesestoff zum Thema Cyberslacking:

pdf downloaden: Die Rolle von Cyberslacking im Kontext von Life-Domain-Konflikten und Telearbeit (pdf downloaden, 11 Seiten, 740 KB, Juli 2016)

König, C. J., & Caner de la Guardia, M. E. (2014). Exploring the positive side of personal internet use at work: Does it help in managing the border between work and nonwork? Computers in Human Behavior, 30, 355–360.

Clark, S. C. (2002). Communicating across the work/home border. Community, Work & Family, 5(1), 23–48.


Fotocredits: Headerbild CCO

Energie, Umwelt

Energie für die Zukunft

Wie nachhaltig ist dein „Energie-Fingerabdruck“?

Nachhaltigkeit und Umweltschutz – die Schlagworte der heutigen Zeit an denen kaum ein Mensch vorbeikommt. Gut so finden die einen – es nervt finden die anderen. Das ist ganz deutlich an dem Beispiel der beiden Geschwister Annika und Torsten zu sehen.

Annika ist 15 Jahre alt und beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Themen gesunde Ernährung, nachhaltige Energien und Umweltschutz. Torsten ist 2 Jahre älter als seine Schwester und findet deren Verhalten übertrieben, penibel und wenn sie mit ihrem Glätteisen im Badezimmer steht auch sehr heuchlerisch.

Dabei ist es also kaum verwunderlich, dass es regelmäßig zu Streitereien zwischen den Beiden kommt. Die Eltern sind genervt, denn es vergeht kein Frühstück, kein Familienausflug und kein Fernsehabend ohne den großen Krach über nachhaltige Frühstücksflocken, die umweltschonendste Art der Fortbewegung oder über die Verpackung der Knabbereien zum Film.

[aesop_character img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/priewasser-profil-web.png“ name=“a. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Priewasser“ caption=“Institut für Betriebliche und Regionale Umweltwirtschaft, Johannes Kepler Universität, Linz“ align=“right“ width=“220px“ force_circle=“off“]

Doch neben der Tatsache, dass die Eltern es leid sind, immer wieder die Streitereien ihrer Kinder zu schlichten, sind sie auch überrascht, wie viel Platz das Thema Nachhaltigkeit im Alltag einnimmt und wie oft man damit konfrontiert wird. Um besser auf die Anliegen und Reibungspunkte ihrer Kinder eingehen zu können, beschließen die Beiden, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Dabei stoßen Sie auf eine spannende Forschungsarbeit des Instituts Betriebliche und Regionale Umweltwirtschaft der JKU: Durchführbarkeitsstudie Solar Fuel, welche von Prof. Dr. Priewasser geleitet wurde.

 

 

 

 

Ihnen wird im Rahmen ihrer Recherche ganz schnell klar, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht nur in den Medien und im Alltag eine große Rolle spielen. Auch in der Forschung sind diese Themen sehr präsent: Stichwort: Nachhaltigkeit.

Dabei geraten die Streitigkeiten ihrer Kinder ganz in Vergessenheit. Besonders interessant finden Sie das Forschungsprojekt, welches sich damit beschäftigt, Wind- sowie Solarstrom zu speichern. Die beiden finden das Thema vor allem spannend, weil sie diesem bislang eher skeptisch gegenüber standen und auch nur wenig darüber wussten. Sie finden es bemerkenswert, wie intensiv in dieser Thematik geforscht wird und welche Fortschritte es bereits gibt.

Auch Prof. Dr. Priewasser von der JKU hat Visionen im Rahmen seiner Forschungsarbeit an diesem Thema entwickelt. Für ihn steht im Mittelpunkt, dass in 20 Jahren der Großteil des Energiebedarfs über erneuerbare Energiequellen bezogen wird. Diese Visionen teilt er nicht nur mit anderen Forschungskollegen, sondern auch mit der Politik, welche eine Reduzierung des CO2 Ausstoßes schon lange in ihrer Planung festgesetzt haben.

 

Deshalb wird an Alternativen für fossile Kraftstoffe geforscht:

(Video Priewasser von 10:50 -12:52)


Mehr Lesestoff zum Thema Synthetic Natural Fuel:

>> E-Methan Darstellung (pdf, 123 KB)

>> Solar Fuels – breakthrough innovation in the renewable energy industry (pdf, 1 MB, Solar Energy for World Peace, 17.-19. Aug. 2013)

>> Solarfuels – Klimaneutrale Nicht-Biomasse-Brennstofe (pdf, 41 KB, Klimatag BOKU, 2010)

>> Solar Fuels als Brennstoff- und Kraftstoffalternative
im Rahmen einer nachhaltigen Energiewirtschaft
(pdf, 132 KB, Heinz K. Prammmer (Hrsg.): Corporate Sustainability, S. 321-338, 2010)

>> E-Fuels als Beitrag zu einer ökoeffizienten Energienutzung im betrieblichen Transportgeschehen (pdf, Biedermann/Vorbach/Posch (Hrsg.): Ressourceneffizienz.
Sustainability Management for Industries 5. München, S. 27-42, 118 KB, 2013)


Fotocredit: CCO