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Mechatronik

Mit Algorithmen richtig platziert

Wie reduziert man Schwingungen auf Platten?

„Mädchen in die Technik!“, „Mehr Begeisterung für technische Studien wecken!“ So und so ähnlich schallt es aus dem Radio, dem Fernsehen und von Werbeplakaten für Berufs- sowie Studienmessen. Die Bereiche Technik und technische Studien haben seit jeher den Ruf kompliziert und sehr schwierig zu sein. Nur überdurchschnittlich schlaue Schülerinnen und Schüler trauen sich so einen Berufsweg später einmal zu. Dementsprechend niedrig sind auch die Studienabschlusszahlen in diesen Bereichen. Dabei sind es gerade diese Sparten und Branchen die händeringend nach qualifizierten Angestellten suchen.

Ein Weg, Forschung spannender und auch bereits für junge Menschen zugänglicher zu machen, ist die Lange Nacht der Forschung. Hier hat auch die Johannes Kepler Universität immer wieder ein Rahmenprogramm vorbereitet und lockt zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.

[su_note note_color=“#fbfbfb“ radius=“0″ size=“500px“ style=“right-floating“ ]Mehr Lesen: Großer Andrang bei Mechatronik-Stationen der Langen Nacht der Forschung[/su_note]

[aesop_character img=“http://www.webwissenschaften.at/science-room/wp-content/uploads/sites/82/2017/02/profil-meindlhumer-web.jpg“ name=“DI Martin Meindlhumer“ caption=“Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Technische Mechanik, Johannes Kepler Universität, Linz “ align=“right“ width=“250px“ force_circle=“off“]

Auch das Institut für Technische Mechanik hatte dort beispielsweise 2014 eine Station. DI Martin Meindlhumer schrieb an diesem Institut 2015 seine Diplomarbeit zu dem Thema „Optimal Platzierung von Momentaktorik auf Platten“. Auf den ersten Blick stolpern wahrscheinlich auch Sie über das vierte Wort in dem Titel der Arbeit und hätten dadurch wahrscheinlich jeden Text mit diesem Einstieg nicht mehr weitergelesen.

Schade darum – denn hinter technischen Überschriften stecken oft hochinteressante Informationen für jedermann. Es geht nicht darum jedes einzelne Wort und alle Hintergründe zu verstehen, sondern um einen Einblick in eine neue Themenwelt zu erhalten.

 

 

 

Lea ist 10 und zum ersten Mal mit ihren Eltern bei der langen Nacht der Forschung. Sie ist bei den technischen Stationen im Science Park der JKU unterwegs und auf die Frage was ihr am meisten gefällt, meint Lea so: „Das Gebäude und die spannenden Stationen. Die schiefen Wände außen sind toll, die hätte ich auch gerne bei uns zu Hause und so viel Glas, das ist schön. Die Stationen sind toll, ich wusste gar nicht das Technik so interessant ist. Ich dachte Technik ist Mathe und Mathe ist ja eher nur für Jungs spannend“.

Genauso wie Lea brauchen alle Menschen einen interessanten Zugang zu der Thematik und keine abschreckenden Headlines oder eingetrichterte Vorurteile.

Bei der oben erwähnten Arbeit von DI Martin Meindlumer geht es beispielsweise darum, dass dieser einen Algorithmus berechnet hat, um diese Momentaktoren auf einer Platte optimal zu platzieren und Verschiebungen bestmöglich zu kompensieren. Dafür ist es zweitrangig was Momentaktoren genau sind. Die Essenz der Information ist, dass die optimale Platzierung berechnet werden kann und diese Erkenntnis für weitere Arbeiten hilfreich ist.

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Sie finden das Thema spannend und möchten mehr erfahren? Das ist natürlich möglich wir freuen uns, Ihren technischen Wissensdurst geweckt zu haben. Klicken Sie dazu einfach auf die Linksammlung.


Mehr über die Forschungsarbeit des Fachbereichs Mechatronik an der JKU erfahren:

>> Mechatronik an der Johannes Kepler Universität

>> Institut für Technische Mechanik: Forschungsgebiete

>> Forschungsprojekt: Sensor Systems for Structural and Health Monitoring

Die Linz Center of Mechatronics GmbH wurde 2001 gegründet und hat sich zum größten Mechatronik-Kompetenzzentrum Österreichs entwickelt. Die über 100 wissenschaftlichen und industriellen Unternehmenspartner profitieren von der engen Zusammenarbeit mit der JKU Linz, speziell auch mit deren Mechatronik-Instituten, und somit von der zielgerichteten Umsetzung der aktuellsten Erkenntnisse universitärer Grundlagenforschung in industriellen Anwendungen.

>> Anwendungsbereich PIEZOBOX: Breitbandige Schwingungskompensation von flächigen Strukturen mit piezoelektrischen Sensoren und Aktoren

> > Portfolio des Linzer Center of Mechatronics GmbH (LCM)

>> Publikationen des LCM


Fotocredit: (c) Natalia Zmajkovicova